Neue PC: Start Richtung Zukunft

Regionale Schule in St. Goarshausen-Heide wurde aufgerüstet - Mobiliar und Computerraum sind nicht wiederzuerkennen

Mit Hilfe eines Zehn-Jahres-Plans, den der Rat der Verbandsgemeinde Ende 2005 verabschiedet hat, soll die Regionale Schule in St. Goarshausen-Heide wieder konkurrenzfähiger werden. Für drei Millionen Euro will der Träger die Einrichtung fit für den Bildungs-Wettbewerb machen.
ST. GOARSHAUSEN-HEIDE. Die Verbandsgemeinde Loreley hat als Schulträger der Loreleyschule in den vergangenen Wochen rund 50 000 Euro für Schulmöbel und etwa 30 000 Euro für Computertechnik in den Betrieb der Regionalen Schule investiert. Dies war zwar schon für das Jahr 2006 geplant, verzögerte sich aber, weil zuvor die Zuschussbewilligung abgewartet werden musste, wie der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Dieter Clasen, bei einem Besuch der Schule erklärte.
Jetzt aber haben alle knapp 550 Schüler ihren eigenen neuen Stuhl passend zur Körpergröße und sitzen an neuen, höhenverstellbaren Tischen. Für die Lehrer gab es neue Schreibtische für die Klassenräume. Clasen schaute vorbei, um von den Schülern zu erfahren, ob die neuen Schulmöbel körpergerecht und bequem seien. Das wurde uneingeschränkt bejaht. Die alten Möbel waren bei ihrer Anschaffung vor sechs Jahren schon nicht mehr neu, sie stammten zum Teil aus anderen Schulen und mussten dringend ausgetauscht werden.
Ebenfalls neu eingerichtet wurde der Computerlehrraum. An 16 Einzelplätzen können dort die Schüler jetzt den richtigen Umgang mit einem Computer erlernen. Jeder Platz verfügt über einen Rechner mit Flachbildschirm, Tastatur und Maus - alle Maschinen sind mit dem Hauptrechner des Lehrers verbunden. Die Anbindung an das Landesmedienzentrum, von wo aus die Schulsoftware, Lern- und Officepakete, sowie die Betriebssysteme eingespeist werden, erfolgt über einen zentralen Hochleistungsserver, der zudem für die Internetfähigkeit der Rechner zuständig ist. Der Computerlehrraum der Loreleyschule steht nicht nur der Schule zur Verfügung, dort werden auch die Kurse der Volkshochschule durchgeführt. Clasen zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem, was Lehrer Andreas Bruns mit der Planung und Durchführung des Projektes geleistet hat.
Im Ablauf des Schuljahres werden weitere Veränderungen im Hauptgebäude der Schule folgen. Die Sommerferien sollen genutzt werden, um die gröbsten Schmutzarbeiten zu erledigen. Das Haus muss barrierefrei ausgebaut werden. Dazu gehören ein Aufzug und leicht bedienbare Fluchttüren.
Auch die übrigen Innentüren werden gegen brandschutzgerechte Elemente ausgetauscht. Die komplette Erneuerung der Elektroinstallation steht an - inklusive der Deckenleuchtkörper. Die heutige Deckenverkleidung entspricht nicht mehr den feuerpolizeilichen Erfordernissen, Rauchmelder fehlen noch, und der Fußboden ist nicht rutschhemmend. Es gibt also noch viel zu tun, wie Clasen sagte.
Am Ende der Kette werden Anstricharbeiten im ganzen Haus vonnöten sein. Für das neue Schuljahr seien entgegen des allgemeinen Trends überdurchschnittlich viele Kinder an der Regionalen Schule angemeldet, die dann bereits in den Genuss vieler Neuerungen kommen werden.
Norbert Schmiedel

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.